Die „Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung“

Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung im Vogelsbergkreis – Eine für Alle

Jeder Mensch soll in der Lage sein, unabhängig von seiner körperlichen, geistigen oder seelischen Verfassung, die größtmögliche Eigenständigkeit in seiner privaten und beruflichen Situation zu erreichen.

Das heißt: Allen Menschen soll die gleichberechtigte Teilhabe sowohl am gesellschaftlichen Alltag als auch am sozialen und beruflichen Leben ermöglicht werden. Dies ist in der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN BRK) verankert und wurde von der Bundesregierung ratifiziert. Für die konkrete Umsetzung wurde mit dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) die rechtliche Grundlage geschaffen, um das Ziel, der Inklusion aller, in einer Gesellschaft lebenden Menschen, zu erreichen. Jeder einzelne, individuelle Mensch ist ein dazugehöriges Teilstück der Gesamtgesellschaft.

In einem weiteren Schritt hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) ein Orientierung gebendes Beratungsangebot – die „Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung“ EUTB- geschaffen.
Aufgabe der EUTB ist es, Menschen, die von Behinderung bedroht oder bereits betroffen sind, in ihrer Selbstbestimmung zu stärken, sie individuell zu beraten, was für den einzelnen Menschen die beste Möglichkeit der Teilhabe darstellt. Ebenso können sich Angehörige, Partner, Freunde an die EUTB wenden.

Das niedrigschwellige Angebot ist von Leistungsträgern und Leistungserbringern unabhängig und ergänzt deren Beratung. Die EUTB steht bereits im Vorfeld der Beantragung konkreter Leistungen zur Verfügung und soll individuelle Orientierung geben.Das Angebot erstreckt sich auf Information und Beratung über Rehabilitations- und Teilhabeleistungen nach dem Sozialgesetzbuch IX Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen.

Die Rehabilitationsträger informieren ihrerseits Betroffene innerhalb der Beratungsstrukturen aufgrund ihrer Beratungspflicht über die Angebote der EUTB. Das Peer Counseling – also Beratung von Betroffenen für Betroffene- findet bei der Förderung der EUTB besondere Berücksichtigung.

Die Förderung der EUTB erfolgt aus Bundesmitteln und ist bis zum 31. Dezember 2022 befristet. Bis zum 30. Juni 2021 berichtet die Bundesregierung den gesetzgebenden Körperschaften des Bundes über die Einführung und Inanspruchnahme der EUTB.

 

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